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Initiative „Ich kauf in Burgdorf“

Brauerei Burgdorf GmbH & Co. KG

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Das Bier aus unserer Brauerei ist ein 100% natür­li­ches und leben­di­ges Getränk. Es wird nach alter Tradition nur mit Malz, Hopfen und Wasser gebraut und wird mit Hefe vergoren. Die Hefe wandelt den ver­gär­ba­ren Zucker der Würze in Alkohol und CO2. In modernen Groß­braue­rei­en wird nach der Fer­men­ta­ti­on das Bier gefiltert und pas­teu­ri­siert und damit die Hefe abgetötet. Durch diese Prozesse wird das Bier haltbarer und leichter zu handhaben, da es z.B. ohne Kühlung lager­fä­hig ist. Durch diese „Abtötung“ des Bieres verliert es aber auch einen guten Teil seines natur­haf­ten Geschma­ckes und Aromas.

Unser Bier wird vor der Abfüllung nicht behandelt und behält so seinen ursprüng­li­chen Charakter. Einzig unser „Bier für alle“ wird auf schonende Art und Weise pas­teu­ri­siert, um einen möglichst guten Kom­pro­miss zwischen den Vorteilen der Halt­bar­ma­chung und dem Erlebnis eines ureigenen Geschmacks­er­leb­nis­ses zu verbinden.

 

Brau-Tradition in Burgdorf

Wussten Sie, dass auch Burgdorf auf eine lange Brau-Tradition zurück­bli­cken kann?

Zwar gibt es seit rund 100 Jahren keine Brauerei mehr, aber bis dahin war das Bier­brau­en fester Bestand­teil des Burg­dor­fer Lebens. So wurde bereits im 14. Jahr­hun­dert im Ver­zeich­nis der Ausgaben des Vogtes Brendecke auf dem Schloss Celle der Empfang eines Fuders Bier aus Burgdorf bestätigt.

Bier­brau­er war jedoch kein erlern­ba­rer Beruf, es war ein Privileg, welches an das Haus gebunden war.So gab es in Burgdorf im 16. Jahr­hun­dert wohl etwa 30 Häuser, mit denen ein Braurecht verknüpft war. Und ja, es sind tat­säch­li­ch die Gebäude gemeint. Wer ein solches Haus erwarb, durfte und musste sogar Bier brauen, denn in Burgdorf wurde das „Rei­he­brau­en“ prak­ti­ziert. Wer Bier gebraut hatte, bestimmte den nächsten, der an der Reihe war und nur dieser durfte dann brauen, sonst drohte eine Strafe. Nur zu einer Hochzeit durfte aus der Reihe gebraut werden.

Bei dieser Vielzahl an Brauern war ver­ständ­li­cher­wei­se die Bier­qua­li­tät nicht immer gleich­blei­bend und allzu oft wurde sich über die Güte des Burg­dor­fer Biers beschwert. So dachte man Mitte des 18. Jahr­hun­derts über sie Errich­tung eines Gemein­desud­hau­ses nach.1780 erwarb dann die Braue­r­ei­gil­de ein Grund­stück, auf dem das Brauhaus errichtet wurde. Nun stellte man auch zwei gelernte Bier­brau­er an. Dennoch ging das Rei­he­brau­en in diesem Haus weiter, bis 1847 das Burg­dor­fer Sudhaus ver­pach­tet wurde. Damit war das Brauen in Burgdorf nun in einer Hand.

Natürlich geben diese wenigen Zeilen die jahr­hun­der­te­lan­ge Bier-Geschich­te Burgdorfs nur sehr unzu­läng­li­ch wieder. Wer sich näher infor­mie­ren möchte, dem lege ich die Lektüre der Bücher von Otto Bes­sen­ro­th (Burg­dor­fer Handwerk, ins­be­son­de­re S. 12-26) und Reinhard Scheelje (Ver­fas­sung und Recht in Burgdorf 16- 18. Jh., ins­be­son­de­re S. 116-121) nahe. Diese Bücher können im Rathaus IV käuflich erworben werden. Weitere Infor­ma­tio­nen finden Sie auch in der Burg­dor­fer Jah­res­chro­nik von 1989.

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